WIE MAN VöGEL IM WINTER FüTTERN SOLLTE

Ein klassisches Futterhäuschen mag die einfachste Lösung zur Winterfütterung von Vögeln sein. Ein naturnaher Garten mit Heckenpflanzen, die Nahrung, Schutz und trockenen Unterschlupf bieten, ist aus ökologischer Sicht jedoch der bessere Weg. Mit früchtetragenden, freiwachsenden Pflanzen sorgen sie außerdem über das gesamte Jahr hinweg für eine wichtige Nahrungsgrundlage. Beeren, Knospen und Früchte können Vögel direkt verwerten. Gleichzeitig profitieren sie aber auch von Insekten, die sich in Beerensträuchern und ausgetrockneten Samenständen selbst auf Nahrungssuche machen. Mit der Errichtung von Futterstellen machst Du es Vögeln besonders im Winter deutlich einfacher an Nahrung zu gelangen. Gleichzeitig bieten sich tolle Beobachtungsmöglichkeiten. 

DAS BRAUCHST DU:
  • Futterhaus
  • verschiedene Futtersorten
  • ggf. Futtersäulen / Trinksäulen


SO WIRD’S GEMACHT:

SCHRITT 1:

Prinzipiell kannst Du Vögel über das ganze Jahr hinweg mit Futter versorgen. Speziell im Winter hilfst Du geflügelten Gartenbewohnern enorm, gerade bei starkem Schneefall und langen Frostperioden. Wichtig ist, dass Du den Vögeln eine gewisse Zeit der Eingewöhnung lässt und schon vor dem harten Wintereinbruch mit der Fütterung beginnst. Die Tiere sind auf Energiereserven angewiesen, um längere Kältephasen zu überstehen. Die Fütterung sollte außerdem nicht abgebrochen werden.

SCHRITT 2:

Hat man sich für ein klassisches Futterhaus entschieden, sollte dieses in einer angemessenen Höhe angebracht werden, die das Gefühl von Sicherheit erzeugt, einen Rundumblick bietet und vor Räubern schützt. Um die Lebenszeit des Hauses zu erhöhen, sollte es aber gleichzeitig noch gut erreichbar sein, um regelmäßige Säuberungen zu gewährleisten.

SCHRITT 3:

Es sollte nicht mehr Futter aufgefüllt werden, als an einem Tag auch gefressen wird. Futterreste und Kot daher regelmäßig entfernen. Bei der Säuberung auf Reinigungsmittel verzichten und lediglich heißes Wasser benutzen.

SCHRITT 4:

Beim Kauf oder der Konstruktion des Futterhauses darauf achten, dass das Futter möglichst vor Kot und Feuchtigkeit geschützt ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich Krankheiten unter den Tieren ausbreiten. Meisenringe und –knödel und Futtersäulen sind hier die erste Wahl.

SCHRITT 5:

Grundsätzlich sind die Tiere mit einer Mischung aus Sonnenblumenkernen, Hanf und Haferflocken bestens versorgt. Mit Fett und Talg können die Körner zusammengehalten werden, wobei gleichzeitig viel Energie gespendet wird. Mit getrockneten Mehlwürmern tut man Insektenfressern wie Rotkehlchen und Zaunkönigen etwas Gutes. Amseln, Wacholderdrosseln und Seidenschwänzen kann man ganze oder aufgeschnittene Äpfel anbieten.

SCHRITT 6:

Tiere die bevorzugt auf dem Boden auf Nahrungssuche gehen sollten nach Möglichkeit mit entsprechenden Automaten gefüttert werden, die das Futter vor dem Kontakt mit Kot schützen.

SCHRITT 7:

Nicht zuletzt den Zugang zu Trinkwasser nicht vergessen, wobei auch hier auf eine regelmäßige Säuberung zu achten ist.